
Rotfüchse sind die letzten weitverbreiteten größeren Raubtiere in unserer Natur. Man bezeichnet sie zu Recht als die „Gesundheitspolizei“ des Waldes. Nicht nur weil der Fuchs das Aas verunfallter Tiere und anderer Geschöpfe vertilgt, auch weil er als Beutegreifer eine besondere ökologische Funktion innehat: er betätigt sich quasi als "Fitness-Trainer" seiner Beutetiere, indem er Kranke und Reaktionsschwache unter ihnen ausselektiert. So vermehren sich nur die Starken und die Gesunden – dadurch wird auch die Gefahr von großflächigen Krankheiten z.B. im Hasenbestand erheblich reduziert.
Als Mäusefänger ist Vulpes vulpes, so sein lateinischer Name, ungeschlagen. Selbst unter einer dicken Schneedecke macht er zielsicher seine Beute aus. Ein ausgewachsener Fuchs vertilgt gut 1.000 Mäuse im Jahr. Da wo Füchse fehlen, beklagen sowohl Waldbesitzer als auch Landwirte Verbiss- und Fraßschäden durch kleine Nager. Nicht selten greift der Bauer dann ins Giftregal – wobei es da inzwischen allerdings erhebliche Einschränkungen gibt.
"Der Fuchs zu trägt maßgeblich zum Gleichgewicht in der Natur bei", erläutert Lovis Kauertz von Wildtierschutz Deutschland, "der Vernichtungsfeldzug, den viele Jäger gegen den Fuchs unternehmen, ist wissenschaftlich überhaupt nicht nachvollziehbar." Kauertz, der gemeinsam mit Dag Frommhold, dem Betreiber der größten deutschen Internetseite über den Fuchs und 70 unterstützenden Organisationen die Initiative "Schonzeit für Füchse" ins Leben gerufen hat, widerspricht der Argumentation der Jäger vehement.
Ohne Bejagung – das zeigen Studien in jagdfreien Gebieten – wächst der Bestand der Füchse keineswegs ins Unermessliche. Innerhalb ungestörter stabiler Familienstrukturen vermehren sich wesentlich weniger geschlechtsreife Fähen, und die Anzahl der Welpen pro Wurf ist geringer. Die Anzahl der Füchse in einem Revier wird einerseits über das Nahrungsangebot, andererseits durch die komplexe soziale Struktur der Tiere reguliert. Da wo diese Strukturen durch die Jagd zerstört werden, steigen die Geburtenraten jedoch drastisch. Selbst erhebliche Verluste werden somit schon im nächsten Jahr kompensiert – Untersuchungen zeigen, dass eine großflächige Reduktion der Fuchsbestände durch die Jagd schlichtweg nicht möglich ist.
Für Füchse besteht bislang in den meisten Bundesländern keine geregelte Schonzeit; die Tiere werden das ganze Jahr über mit Flinte und Falle gejagt. Selbst während der Jungenaufzucht sind zumindest Fuchswelpen vor Nachstellungen nicht sicher. Um dem Fuchs wenigstens ein Mindestmaß an Schutz zu gewähren, setzt sich die Initiative für eine bundesweite Schonzeit von Anfang Januar bis Ende September ein. Damit wäre der Zeitraum von der Paarungszeit bis zur Selbständigkeit der Jungtiere abgedeckt.
Um dieser Forderung weiteren Nachdruck zu verleihen, hat die Initiative Schonzeit für Füchse nun eine Online-Petition ins Leben gerufen. Auf der Website http://www.openpetition.de/petition/online/schonzeit-fuer-fuechse kann man diese unterzeichnen und das Anliegen der Fuchsfreunde so unterstützen.
Gefahr für KATZEN!
Jedes Jahr sterben circa eine halbe Million Wildtiere und Hauskatzen auf grausame Art und Weise. Sie werden von den Messern landwirtschaftlicher Mähwerke erfasst, verstümmelt oder getötet.
Der Schorndorfer Tierschutzverein appelliert daher an alle Landwirte, deren Landmaschinen noch nicht über entsprechende Sensoren zum Aufspüren von Wildtieren verfügen, vor dem Mähen die Felder systematisch zu begutachten und sicherzustellen, dass sich dort keine Tiere mehr aufhalten.
Im Handel sind darüber hinaus Schutzvorrichtungen für die Mähmaschinen erhältlich, die zusätzlich helfen können, die Tiere vor schweren Verletzungen und einem qualvollen Tod zu bewahren.
Wichtiger Hinweis:
Wer ab dem 3. Juli 2011 mit seinem Hund, seiner Katze oder seinem Frettchen ein EU-Land besuchen will, muss nicht nur für vorgeschriebene Impfungen gesorgt haben und den EU-Heimtierausweis mit sich führen; das Tier sollte dann auch gechipt sein.
2003 hatte das Europäische Parlament mit der Verordnung 998/2003 die eindeutige Kennzeichnung von Haustieren beim Grenzübertritt verlangt. Die bisher gültige, achtjährige Übergangsfrist für die Tätowierung als Alternative zum Chip bei Reisen in die Länder der EU läuft am 3. Juli 2011 ab. Ab diesem Zeitpunkt muss jedes nach diesem Zeitpunkt geborene Tier beim Grenzübertritt gechippt sein. Für Tiere, die bereits tätowiert sind, gilt keine nachträgliche Chippflicht.
Bitte lassen Sie Ihr Tier kennzeichnen. Möglich bei jedem Tierarzt. Chip oder/und Tätowierung
Kennzeichnung sinnvoll in Verbindung mit einer Registrierung.
Registrierungen kostenlos, vom Tierhalter zu veranlassen:
Deutschen Tierschutzbund
Baumschulallee 15
53115 Bonn
Telefon: 0228-60496-35
Fax: 0228-60496-42
Deutsche Haustierregister
Telefon: 01805 231414 oder
www.registrier-dein-tier.de oder 0228-60496-35
TASSO e.V.
65784 Hattersheim
Telefon: 06190937300
e-Mail: info(at)tasso.net
www.tasso.net (Anemldung kostenpflichtig): 0080043820000
International:
IFTA
Landestierschutzverband BW e.V.
Am 27. März war Wahltag in Baden-Württemberg.
Der Landestierschutzverband hat die Landtagsparteien im Vorfeld zu aktuell relevanten Tierschutzfragen angeschrieben und um Stellungnahme gebeten.
Die Antworten können über den untenstehenden Link (pdf-Datei) eingesehen werden.
www.landestierschutzverband-bw.de/bilder/Aktionen/Antworten%20WPS%20LTV%20LTW%202011.pdf